Hanf – die vergessene Faser

Hanfplantage

Hanf - die vergessene Faser

Früher wurden aus Hanf Seile, Segel und Bekleidung gefertigt, bis die Pflanze durch das Opiumgesetz 1929 verboten wurde und als wichtige Nutzpflanze immer mehr in Vergessenheit geriet. Erst seit 1996 darf in Deutschland wieder legal Nutzhanf angebaut werden. Nutzhanf hat einen THC-Gehalt von 0,2% und der Anbau wird strengen Kontrollen unterzogen. Die Möglichkeit der Weiterverarbeitung der Hanffaser zu Textilien ist in Deutschland durch das jahrzehntelange Verbot so weit in Vergessenheit geraten, dass das notwendige Wissen erst wieder erforscht werden muss. Zur Weiterverarbeitung des Faserhanfs fehlen entsprechende Maschinen und auch an dem richtigen Saatgut muss noch geforscht werden.

Der weltweit größte Hanfanbau erfolgt heute in China; dort wurde die Pflanze nie verboten. Somit gilt China als Vorreiter, die vergessene Pflanze für die Textilindustrie tauglich zu machen. Heutzutage kann aus dem Hanfstängel viel feineres Gewebe hergestellt werden als früher. Das liegt daran, dass an der Herstellung von sog. "cottonisierten Hanffasern" geforscht wird. Diese Fasern werden durch chemisch-physikalische Verfahren verfeinert, damit sie auf Baumwollspinnmaschinen gesponnen werden können. Diese Verarbeitung ist nach wie vor sehr aufwändig und teuer.

Informationen nachzulesen unter: https://fashionunited.de/nachrichten/business/nachhaltige-textilinnovationen-hanffasern/2017071122557

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